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SHAMROCKPARK - feierliche Schlüsselübergabe auf dem einstigen RAG-Gelände in Herne

Heute fand die offizielle Schlüsselübergabe im SHAMROCKPARK, dem ehemaligen RAG-Gelände in Herne statt.

In der historischen Mulvany-Villa nahmen heute neben dem Oberbürgermeister der Stadt Herne, Dr. Frank Dudda, dem Vorstandsvorsitzenden der RAG AG, Bernd Tönjes und dem Vorstandsvorsitzenden und Unternehmensgründer der FAKT AG, Hubert Schulte-Kemper, die symbolische Schlüsselübergabe vor. Bei dieser Gelegenheit wurden im Beisein der Mitarbeiter, der Nachbarn, der Architekten und vielen anderen Gästen die Perspektiven für das Areal vorgestellt und bei einem feierlichen Umtrunk auf die Zukunft des SHAMROCKPARK angestoßen.

 

Auszug aus der Rede von Hubert Schulte-Kemper:

 „Unsere Vision, wertvolle und historische Gebäude zu erhalten, zu entwickeln und nicht dem Abriss Preis zu geben konnten wir wieder ein Stück mehr verwirklichen.

Eigentumsübergang heißt, dass wir zum einen den Forderungskaufvertrag und zum anderen den direkten Kaufvertrag mit der RAG über 100.000 m² Grundstück erworben haben und hierauf Gebäude mit rd. 55.000 m² Fläche stehen.

Natürlich sind das ehemalige Headquarter der RAG und die Mulvany-Villa die herausragendsten Gebäudeteile und von großem historischem Wert. Denn: Wenn ich alles richtig gelesen habe, hat William Thomas Mulvany in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert  hier Industriegeschichte begründet.

Die beiden Flächen, die wir vereint haben, liegen im Herzen des Ruhrgebietes und bilden auch eine wichtige Herzkammer in der Innovation-City Herne, die auf der Basis einer guten Zusammenarbeit zwischen Bürgermeister, Oberbürgermeister, Rat und Verwaltung geführt wird. Die Suche nach regionalen, nationalen und internationalen Partnern wird hier groß geschrieben. Insofern freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Ich erwähnte, dass es zwei Kaufvorgänge gibt und damit verbunden auch zwei Eigentumsübergangsdaten. Mit der RAG haben wir den Übergang zum 01.01.2018 verabredet und die Kaufpreiszahlung ist erfolgt, so dass wir hier schon rechtlich das Eigentum erworben haben.

Bei dem Forderungskaufverfahren ist es so, dass wir das Heft des Handelns in der Hand haben und eine Kaufpreisvereinbarung erzielt haben, die rechtsverbindlich ist. Gleichwohl könnten im Zwangsversteigerungsverfahren noch Bieter kommen. Nur wir alleine entscheiden, wie wir diesen Vorgang abschließen.

Unsere Zielplanung besteht darin, dass wir mit den Architekten Kohl und Koschany ein Team gefunden haben, welches sich faktisch von Kindesbeinen an kennt und eine hohe Reputation haben.

Dass wir eigenständige Überlegungen vorab haben und auch Zielsetzungen an die Architekten geben, versteht sich von selbst und ich möchte einige Themen, die wir grundsätzlich verwirklicht haben wollen, ansprechen:

Zum einen bleibt unser Grundsatz bestehen: Wir werden nichts abreißen.

Wir haben nach unserer Auffassung rd. 40.000 m² Freiflächen, die nach der GFZ 1= 40.000 m² Büro- und Gewerbeflächen zur Folge haben können. Wir stellen uns vor, dass wir auch zur Abschottung des Gewerbebetriebes ein geregeltes Parkhaussystem darstellen, um auch die notwendigen Freiflächen zu erhalten.

Wir wollen ein Bürogebäude bauen, welches wir World Trade Center nennen, so dass wir uns hier um die entsprechende Lizenz auch bemühen werden. Die Affinität, nicht nur des Oberbürgermeisters, sondern auch der Politik und Verwaltung in Herne zur E-Mobiliät macht es aus unserer Sicht erforderlich, dass wir ein 4.0 Gebäude bauen, welches wir als Inkubator insbesondere für die E-Mobilität, aber auch für nationale und internationale hervorragende Start-Ups und natürlich auch schon bestehende größere Unternehmen hier unterbringen wollen.

So viel wie möglich werden wir dem Wohnungsbau widmen und hier auch insbesondere den familien-freundlichen sozialen Wohnungsbau in NRW. Was heißt das? Das heißt, dass wir keine Hochhäuser bauen wollen, sondern dass wir hoffentlich 30 – 40 Einfamilienreihenhäuser bauen mit 102 m² Wohnfläche, mit 200 m² Grundstücksfläche und das mit einem Mietpreis, der ungefähr bei 5,50 EUR liegt. Darüber hinaus natürlich eine große Anzahl von Eigentumswohnungen und alles barrierefrei.

Eine große Aufmerksamkeit werden wir richten auf so etwas Ähnliches wie eine Glückauf-Residenz. Und zwar in der Weise, dass es nicht nur eine Senioren-Residenz in Teileigentum für die einzelnen Leute gibt, sondern auch angeschlossen an Wohngemeinschaften für Demenzkranke.

Die IT-Komponente mit 2 Rechenzentren (eine normale und eine mit einer Lampertz-Zelle) hat unsere Überlegungen dahin gebracht, dass wir wegen der Duplizität (bei uns im RUHRTURM in Essen) eine neue IT- und Servergesellschaft zu begründen und mit einem Serverhotel im Ruhrgebiet nachhaltig in den Markt eingreifen werden. In der Energiefrage und in dieser Frage werden wir mit den Stadtwerken zusammenarbeiten, aber auch der Hinweis hier, dass es für uns jetzt gesetzt ist, dass wir jeden Bebauungsplan, wo immer wir ihn verwirklichen wir von Beginn an mit Energieversorgungsunternehmen sprechen, um neue energetische Wege zu gehen und nicht im Nachhinein sich mit dem Thema beschäftigen.

Wir haben derzeit rd. 200.000 m² Grundstücksflächen in der Bebauung in Bearbeitung. Sie können sich ausrechnen, dass dies auch eine Interessenslage für die Energieversorgungsunternehmen schafft, mit uns zusammenzuarbeiten. Wir erarbeiten derzeit ein Konzept, mit unseren Partnern zu guten Ergebnissen zu kommen

Die RAG wird mit rd. 12.000 m² noch zwei bis drei Jahre unsere Mietpartner darstellen. Bei der Unternehmensfreude der RAG schließe ich nicht aus, dass sie uns auch noch länger erhalten bleiben, weil sie möglicherweise neue Geschäftsfelder erschließen. Sehr geehrter Herr Tönjes, sollten Sie dann weiteren Bedarf haben, dann nehmen wir Sie natürlich bevorzugt mit offenen Armen auf.

In der Frage der Vermietung werden wir zum 01.04. mit rd. 3.000 m² ein möbliertes Business-Center eröffnen und wir werden zum 01.04. auch ein kleines schönes privilegiertes 3-Sterne-Gästekonferenzzentrum hier in der Mulvany-Villa und noch in anderen geeigneten Räumen hier auf dem Campus starten.

Wir freuen uns, dass wir kurz vor dem Abschluss von Gesprächen stehen, die zur Folge haben, dass wir die Gastronomie mit zwei Herner Unternehmern unterschreiben und eine Partnerschaft eingehen. Dies bedeutet, dass dieser Bereich Mulvany-Villa, Großküche und Veranstaltungsraum in naher Zukunft funktionsfähig sein werden. Wir werden die Kantine abschotten von der Küche, so dass ein eigener ruhiger Veranstaltungsraum entsteht und das Konferenzzentrum dann hier mit einer Größe von 1.500 m² sowohl mit intimen kleinen Räumen für vertrauliche Gespräche wie aber auch größere Konferenzen mit unterschiedlichen Größen und Feiern in unterschiedlicher Form von der Hochzeit bis zur Betriebsfeier hier stattfinden können.

Mit einem weiteren Herner Unternehmen schließen wir einen Mietvertrag über rd. 500 m² ab. Mit diesem Unternehmen werden wir eine Bildungslizenzgesellschaft gründen. Unsere Zielsetzung ist es, im Revier mit mehreren Standorten, bei der ständig 400 – 500 junge Leute in einer Maßnahmenthematik von zwei bis drei Jahren sind, eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. Alle Gesprächspartner, regional, Landschaftsverband, Landesregierung und vor allen Dingen Europa freuen sich auf diese Arbeit, weil man hier auch Migration und Inklusion mit verwirklichen können. Wir werden hier mit ganz großem Herzblut an die Arbeit gehen.

In der Frage der Internationalität streben wir eine Zusammenarbeit mit Ungarn an. Mit dem Land NRW habe ich einen bilateralen Vertrag mit Ungarn zustande gebracht und habe natürlich die Aufgabe, die wirtschaftliche Beziehung zwischen Ungarn und NRW zu fördern. Wir verhandeln zurzeit auch mit einem ungarischen Unternehmen. Wenn Sie in diesen Tagen lesen, dass uns für die Verwirklichung von Aufträgen in der Bauwirtschaft Facharbeiter fehlen, dann könnten wir uns vorstellen, dass dieses  Unternehmen strukturell in NRW bei der Verwirklichung der öffentlichen Auftragsthemen eine Rolle spielt.

Gleichermaßen sind wir in chinesischen Themen unterwegs, hier gibt es eine Fülle von Aktivitäten. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der FAKT AG, Prof. Gramke, hat mitgewirkt, zusammen mit dem Oberbürgermeister, so dass es in der Bildungssache eine deutsch-chinesische Gesellschaft gibt, deren Initiative hier von Herne ausgeht.

Wir sind unterwegs in der Gesundheitsthematik und in der Frage der nachhaltigen Gewächshausparks.

Es ist hochinteressant zu sehen, dass, wenn man einen Kontakt zu China aufgenommen hat, wie viele Gesprächspartner sich um uns bemühen, um mit uns dieses Thema hintereinander zu bringen. Insofern ist die Frage der Internationalität hier in Herne sehr gefragt. Wir werden sehen, dass wir eine höchstmögliche Internationalität hier in Herne entwickeln können.

In 1990 hatte ich die Idee, zum Europa-Tag in Herne jeweils ein festliches Konzert zu organisieren. Dieses Konzert war stets ein Höhepunkt im kulturellen Leben der Stadt. Zu diesen Treffen habe ich immer eine größere Anzahl an Diplomaten eingeladen, so dass wir das Gleiche ca. 25 Jahre später an diesem Thema im nächsten Jahr zum Europa-Tag wieder anknüpfen werden und hier ein Höchstmaß an internationalen Repräsentanten aus möglichst vielen Ländern hier auch eine Arbeitsweise aufzunehmen sowohl kulturell, als aber auch als Gesprächsforum.

Diesen Informationen können Sie entnehmen, dass wir fest an diesen Standort glauben und dass wir – bedingt durch die Tatsache, dass bei unserer Wahrnehmung diese gute Zusammenarbeit, die in der Stadt herrscht und vom Oberbürgermeister angeführt wird, hier ein Investitionsklima ist, welches Herne nach vorne bringt.

Jede Stadt, die das Ruhrgebiet nach vorne bringt und jede Zielsetzung, die eine Stadt für sich selbst hat, führt doch letztendlich dazu, dass man auch additiv sehen muss, was sich in den einzelnen Städten tut. Es ist spannend zu erfahren, an wie vielen Projekten die Städte im Ruhrgebiet im Investitionsvolumen hier unterwegs sind.

Wenn ich noch dazu addieren, mit welcher Begeisterung der Initiativkreis und die einzelnen Unternehmen heute Investitionen, Kooperationen, Innovationen in das Ruhrgebiet hineinlegen, dann bin ich mir ganz sicher, dass die Bertelsmann-Studie in Erfüllung geht und dass das Ruhrgebiet die interessanteste, wirtschaftlich stärkste Metropolregion in Europa wird, weil wir die Innovationen der Zukunft jetzt bearbeiten und uns von der Vergangenheit verabschieden – bei allen Schmerzen.

Paris ist eine große Stadt, die zweite Metropolregion. London ist ebenfalls eine große einwohnerreiche Stadt. Das Ruhrgebiet, in der Kombination von Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur, Innovation, Motivation, Qualifikation ist dabei, tatsächlich, die zukunftsorientierteste Wirtschaftsmetropole in Europa zu werden.

Ich danke den Institutionen, den Menschen in Herne, die exzellent mit uns zusammenarbeiten und der einen oder anderen Institution, die noch nicht mit uns zusammen arbeitet wünsche ich die Erkenntnis zu begreifen, was man tun muss, in diesem städtischen Verbund, um konstruktiv diese Stadt nach vorne zu bringen.

Ich danke dem Aufsichtsrat, Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie tatkräftig an der Realisierung dieser Investitionsidee in Herne mitarbeiten und zwischenzeitlich noch begeisterter sind als ich.

Ihnen und uns und insbesondere der Stadt Herne ein herzliches Glückauf!“ 

Pressekontakt: FAKT AG Unternehmenskommunikation, presse@fakt-ag.com, Telefon +49 (0)201 17003-432 und -424